Die Projektwoche lief vom Montag, 21.01.2019 bis zum Mittwoch, 23.01.2019.

Nie sind in der Welt durch Krisen und Konflikte so viele Menschen auf der Flucht gewesen wie 2017. Insgesamt waren es am Jahresende 2017 68,5 Millionen, 4,6 % mehr als Ende 2016, berichtete das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Es ist der fünfte Rekordwert in Folge. Neu oder zum wiederholten Mal vertrieben wurden allein im Laufe des vergangenen Jahres statistisch gesehen pro Tag fast 44 500 Menschen.

Grund genug, sich an drei Tagen im Schuljahr in der Schule mit diesem bewegenden Thema zu beschäftigen. Viele der GSO- Schüler/innen mit oder ohne Migrationshintergrund stehen oft selbst zwischen den Stühlen. In einer sich rasant verändernden Gesellschaft ist es uns an der GSO daher besonders wichtig, Anlässe zum Zuhören, zum Erzählen und zum Erfahrungsaustausch zu schaffen.

Die GSO bietet diesem Thema auch einen Raum, weil es so viele „Wahrheitsangebote“ gibt, und oft nur denen gefolgt wird, die polarisieren und auf schwierige Fragen einfache Antworten geben.

Ein eindrücklicher Höhepunkt als Anregung zum Nachdenken bildete für die Schüler*innen ab Klasse 10 am Dienstag um 10:00h eine musikalische Lesung über

„Amira, Ghulam und Mahmoud“.

Die Fluchtgeschichten von Amira, Ghulam und Mahmoud aus dem Buch Muslime in Beruf und Alltag* wurden eindrücklich von Leser/innen vorgetragen werden. In diesen Berichten wurden mehrere lyrische Texte von bremischen Künstler/innen integriert und rezitiert.

Herzlichen Dank an unseren Kollegen Frank Dopp für die Organisation der Lesung an der GSO und an die Ausführenden.

 

Beteiligte Personen und Künste:

Fluchtgeschichten von Béatrice Hecht-El Minshawi und lyrische Texte

von Rudolph Bauer, Inge Buck und Martina Burandt

Leser/innen: Frank Dopp (Ghulam), Christiane Hahn-Büthe (Amira), Lawand Allo (GSO- Schüler, Geschichte v. Mahmoud) und  Gerhard Mannaße (lyrische Texte)

Musikalische Begleitung: Aladdin Haddad

*Hecht-El Minshawi, Béatrice (2017) Muslime in Beruf und Alltag. Integration von Flüchtlingen, Springer Verlag, Berlin

Am 11.Januar nachmittags standen die Türen der Schule für Besucher offen. Zukünftige sowie jetzige Schüler und ihre Eltern konnten sich an Infotischen, Präsentationen, Filmen, Konzerten und Mitmachaktionen über das vielfältige Leben an der GSO informieren.
 
Der "Tag der offenen Tür" war gut besucht, die Stimmung war gut und das Angebot konnte sich sehen lassen. Hier ein paar Eindrücke:
 
 
 

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SoR-SmC) ist ein Projekt von und für Schüler*innen. Es ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland, dem über 2.500 Schulen angehören, sodass insgesamt über eine Million Schüler*innen erreicht werden. SoR-SmC wendet sich gegen alle Ideologien der Ungleichheit und beschäftigt sich deshalb gleichermaßen mit Diskriminierungen aufgrund von Religion, sozialer Herkunft, Geschlecht, körperlicher Merkmale, politischer Weltanschauung oder sexueller Orientierung.

Die GSO ist seit Mitte der 90er Jahre eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Es war uns hierbei von Beginn an wichtig, die Inhalte und Überzeugungen von SoR-SmC dauerhaft in den Schulalltag einfließen zu lassen. Ein Werkzeug dazu ist unser alljährlicher Projekttag, hierbei sind alle Klassen inklusive der Oberstufe eingebunden. Der Projekttag fand in diesem Jahr am 09.11.2018 statt, zeitnah zum Gedenktag an die Reichspogromnacht. Jede Klasse hatte die Möglichkeit, nach den eigenen Interessen und besonderen Anliegen den Tag für sich zu gestalten.

Der Großteil der Klassen und Kurse wurde von den Lehrkräften, unter einem individuellen Motto, durch den Tag geleitet. Außerdem wurden externe Kooperationspartner*innen mobilisiert, die mit Jahrgängen oder Klassen arbeiteten.

 

Der gesamte 10.Jahrgang fährt beispielsweise alljährlich zu der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, um sich dort mit geschichtlichen Informationen über das ehemalige Konzentrationslager zu beschäftigen. Des Weiteren gab es einen selbstorganisierten Moscheebesuch und verschiedene Teambuildingmaßnahmen sowie das Pädagogikprofil, das sich nach einer kurzen Auftaktinformation von „Amnesty International Bremen“ im Bremer Raum bewegt und selbst aktiv wird, indem sie Unterschriften für aktuelle Campagnen einholen. Themen außerschulischer Workshops waren z.B. "Verschwörungstheorien" oder "Diskriminierung in sozialen Netzwerken". Hier ein kurzer Film über den diesjährigen Projekttag:

Kontakt

 

  Walliser Straße 125
  28325 Bremen

☎  +49 (0) 421 361 - 5645 
℻  +49 (0) 421 361 - 59831
✉  502@bildung.bremen.de 

Links und Partner

Kunst & Musik

 

 

Kunst an der GSO

Musik an der GSO

Stadtteiloper

 

Kooperationspartner

Deutsche Kammerphilamonie
Deutsche Kammerphilharmonie

 

 

 

Musikschule Bremen

 

Bremer Kunsthalle

Gerhard Marcks Haus

Gerhard Marcks Haus

Focke Museum

SV Werder Bremen                            

SV Werder Bremen                                  

 

 

                         

Arco, Verein zur musikalischen Förderung von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil Osterholz

                                 

 

 MOVES gUG - eine Plattform für gesellschaftliche und kulturelle Moves

 

De Loopers - Dance together                                                   

 

 

 

 

Firma Encoway - Partner für das Fach Informatik 

 

 

Schulverein der GSO

 

Partner für SchülerInnen in Not

 

Mädchenhaus Bremen

 

Bremer Jungenbüro

 

Beratungsstelle Schattenriss


 DeutscherKinderschutzbund

 

Stadt Bibliothek Bremen